Mittwoch, 19. Juni 2013

Hann Münden - Dreiflüssestadt (?)

Wie ich euch ja Gestern schon angedroht habe... Heute geht es nach Hann Münden.
Gelegen am Zusammenfluss von Werra und Fulda bilden die beiden Flüsse dort den Dritten, die Weser...


Mit dem Stapelrecht, das den Mündenern bereits 1247 verliehen wurde begann der große Aufschwung der Stadt. Brückenzoll, wie auch hier an der alten Steinbrücke erhoben, brachte den Stadtvätern zusätzliche Einnahmen.



Warum eigentlich sind solche Gassen immer Gemütlich?


Nicht nur das die Fachwerkhäuser schön bunt angemalt sind... Auch bei den Restaurants ist Farbe angesagt - chinesisch, thailändisch, italienisch, türkisch, jgoslawisch, spanisch na und auch gut bürgerlich...


In den weiten Wäldern lässt sich sportlich so einiges anstellen... Bekanntestes Highlight ist sicher der Weserradweg... Und alle drei Flüsse eignen sich wunderbar zum Kanufahren und sind für Anfänger geeignet. 
Kanuverleiher gibt es in der Region einige... Direkt am Campingplatz auf dem Tanzwerder zum Beispiel...


Wie oft eigentlich habe ich schon von "Flair" geschrieben... (?)

Doktor Eisenbart ist in der Stadt verstorben und liegt auch hier begraben...

Wer das ist ?

Hätte es damals schon Facebook und Twitter gegeben... Er wäre dabeigewesen - googlet seinen Namen doch selber mal...


Vom Tanzwerder aus sind übrigens auch die Landeskinder des Landgrafen von Hessen Kassel, als sogenannte "Hessensöldner" in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg geschickt worden. Schiller thematisiert das Kapitel hessischer Geschichte in Kabale und Liebe...


Übernachtungstip gefällig? Könnt ihr haben... Hotel Alter Packhof: http://www.packhof.com/


Viel Vergnügen...


Wo es Morgen hin geht? Nach Hause!

Celle Hoteltip

Sorry hatte gestern vergessen euch einen Übrnachtungstip für Celle zu geben...

Caroline Mathilde... also Hotel Car...


Klasse Frühstücksbuffet im Wintergarten. Schöne Zimmer... Wellnessbereich... Ruhige Lage... Freundliches Personal... fussläufig zur City gelegen... Im angeschlossenen Restaurant gibt es Kölsch!!! - Früh Kölsch zwar... (aber immerhin) (kein Alt)


 http://www.caroline-mathilde.de/



Viel Spass in Celle!!!

Dienstag, 18. Juni 2013

Celle - am Südrand der Lüneburger Heide

Bin mal wieder unterwegs... Darf heute in Celle sein... Wunderschöne sehr gut erhaltene Fachwerkstadt in Niedersachsen.

Über vierhunder Fachwerkhäuser sollen in der Stadt vorhanden sein... Wikipedia sagt das es nur einen Luftangriff während des Krieges gegeben hat, und die Stadt zum Kriegsende wiederstandslos übergeben wurde... Das Fachwerk verströmt ein ganz besonderes Flair... gemütlich, heimelig...



Die Stadt bietet sich an als Ausgangspunkt zu ausgedehten Radtouren in die Lüneburger Heide... Es gibt viele Restaurants... Bekannt ist auch der Celler Triathlon, der alljährlich im August gestartet wird... Braunschweig, Hannover oder die Herrenhäuser Gärten sind auch nicht weit... Es gäbe also viel zu sehen an einem langen Wochenende...



 Das Rathaus ist im Stil der Weserrenaissance errichtet...



Die Aller ist von ihrer Mündung bis Celle schiffbar, wird hierzu aber lediglich von Sportbooten benutzt. Das Wehr in Celle verhindert deren Weiterfahrt, für ein Kanu stellt das Wehr allerdings kein Problem dar. Bei dem Haus auf dem Bild befindet sich eine Bootsumtragestelle...


 
 
So, für heute ist mal wieder Feierabend... Wenn der Herrgott will, melde ich mich morgen aus Hann Münden. Einer anderen wunderschönen Fachwerkstadt in der Mitte Deutschlands...

Montag, 3. Juni 2013

Irland, Dublin, Tag 6

Bekanntlich hat ja, mit Ausnahme der Wurst, die zwei hat, alles ein Ende. Ich bin wieder in Dublin angekommen und meine Reise neigt sich langsam dem Ende zu...

Immer wieder bin ich begeistert von diesen "Hip on Hip off" Touren... In meinen Augen eine der besten Möglichkeiten sich in einer fremde Stadt einen ersten Überblick zu verschaffen und um sich dann später des ein oder anderen "Point of Interest" erneut zu nähern...


Also, dann mal wieder rein ins Getümmel...


Dublin hat reichlich zu bieten, von allem... wunderschöne Parkanlagen, viel viktorianisches, viel kirchliches... Shopping... Museen, und natürlich auch - jenes Weltumspannende, Männerherzen höher schlagen lassende,
unwiderstehliche, die Sinne betörende (Mensch Käufer komm zum Punkt) - OK Guiness Storehouse


Ich war hier aber nicht, diesmal habe ich mir einen anderen Zugang zur Stadt gewählt. Bin ja Anhänger der Überzeugung das man eine Stadt immer über ihren historischen Kontext verstehen kann... Deshalb habe ich mir diesmal das Gefängniss ausgesucht (?!?) Ja ich war im Gefängniss...
genauer gesagt im Kilmainham Gaol... Von den Engländern errichtet... haben hier die Anführer des Osteraufstandes von 1916 eingesessen und auf ihre Hinrichtung gewartet...


Damals war Irland noch unter englischer Herrschaft, aber mit dem Aufstand von 1916 begann dann der Anfang vom Ende...  (also der englischen Fremdherrschaft) Kurz erzählt... Immer wenn die Besatzungsmacht mit was anderem beschäftigt war (in diesem Fall mit den Deutschen in Flandern und Frankreich, kurz dem 1. Weltkrieg - ihr erinnert euch vielleicht an den Geschichtsunterricht) regte sich bei den Iren ihr eigener Freiheitswille...


Der Aufstand wurde von den Engländern zwar blutig niedergeschlagen... brachte aber neben Führern wie Michael Collins, Einen Begrüder der IRA, der die Engländer in den zwanziger Jahren endgültig besiegte und den Vertrag zum Abzug der Tommies aushandelte, und Eamon de Vallera den späteren Präsidenten hervor... Und auch das gesamte Volk auf die Barrikaden. Respektive ließ die Bevölkerung in den Jahren nach dem Aufstand den Rebellen Sympathien entgegenbringen, was vorher nicht so deutlich der Fall war. Vor allem die Hinrichtung der Anführer und die Brutalität mit der die Besatzungsmacht vor sich ging erschuf  weitere "Märtyrer". Eamon hat auch im Kilmainham Gaol eingesessen... Der Film "Michael Collins" in den Hauptrollen Julia Roberts und Liam Neeson veranschaulicht diese Zeit sehr schön... Kenner dieser Thematik haben mir erklärt das er die Geschehnisse der damaligen Zeit sehr realitätsnah erklärt...


In dieser Kapelle im Gefängniss hat Joseph Plunkett einer der Anführer, am 4. Mai 1916 um 1.30 Uhr Grace Gifford geheiratet... - Zwei Stunden später haben die Engländer Ihn erschossen... Vielleicht eine etwas "speziellere" Excursion in die Geschichte der Stadt... aber an anderer Stelle habe ich ja schon mal gesagt: "Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten"



Nun zu einem deutlich erfreulicheren Thema... Die Kneipe oben ist die "Church" in der Tat eine zur Kneipe umgebaute Kirche... unbedingt anschauen!!! Essen und Trinken gut! liegt an der Kreuzung von Mary und Jervis Street www.thechurch.ie


Der selige Arhur Guiness hat hier 1761 geheiratet, Händel hat Orgel gespielt...


Das ist ein weiters Original - Dublins älteste Pommes Bude - Die Pommes werden in Papier eingewickelt... mit Salz und Essig gewürzt... (also zuerst, und dann eingewickelt) und dann beginnt das große schmausen...

 
Sandra Bullock hat die Pommes genossen, (und ihrer Figur hat es nicht geschadet) Aber nicht nur Ihr haben die goldgelben Knusperstäbchen geschmeckt... (Ich war auch da)
 
Ihr wollt wissen wer noch da war, nun fahrt selber hin, an Leo`s Wall of Fame könnt ihr es nachlesen... Leos liegt übrigens an der Werburgh Street gegenüber der Christ Church Kathedrale...
Viel Spass bei eurem nächsten Irlandbesuch!!!
 
 
 
 
 

Sonntag, 2. Juni 2013

Irland, Cork, Tag 5

Gestern noch in der Einsamkeit unterwegs heute im Gewühl... Das urbane Leben hat mich wieder...
Nun, Das Schamrock - das Kleeblatt steht für die Dreifaltigkeit wie mir Richard Craven, Stadtführer in Cork erzählte. Vielleicht kann man es ja auch etwas weniger Religiös deuten... Natur, Kultur, Lebensart...?


Natur war Gestern... zur Kultur gehören ganz bestimmt die Kirchen... Cork hat übrigens eine Kathedrale, keine katholiche sondern eine von den Engländern gebaute, also eine protestantische...
Das auf dem Foto ist sie allerdings nicht...


Was in Cork aber eine Besonderheit ist, ist sein "English Market"...


Überwiegend gibt es hier Lebensmittel zu kaufen, und alles frisch... vieles was Angeboten wird, direkt von den Farmen der Umgebung... Der Fisch fangfrisch... sehen und riechen... ein Fest für die Sinne. Menschen beobachten, der kleine Junge, an der Hand seiner Mutter, der mit großen Augen und einer unbeschreiblichen Mimik -zwischen angewiedert und angezogen- die Fische betrachtet...

 
Das Mädchen das stolz den Apfel am Obststand entgegen nimmt, oder der schüchterne Mann, der nicht weiß was er will und vor den sich nun, zum zweiten Mal eine Frau vordrängt...





Ich konnte es mir nicht verkneifen... Ist wohl alles zu Lasagne verarbeitet...


Pub Kultur... sehr angenehm...



Etwas besonderes sind auch all die kleinen Seitenstrassen in denen es immer wieder neues zu entdecken gibt...


Aber vor allem ist Cork eine "junge Stadt" den Studenten sei Dank... Zwischen Washington Street und altem Corn Market steppte gestern Abend ordentlich der Bär...  und bis tief in die Nacht hinein auch Draußen...



Heute früh bin ich dann von Cork wieder zurück nach Dublin... davon dann Morgen mehr...

Samstag, 1. Juni 2013

Irland, von Waterford nach Cork, Tag 4

Als wir vom Berg wieder runter waren, hat Michael mich wieder zurück nach Waterford gebracht. Gepäck und Auto warteten dort noch im Hotel auf mich... Mein Hotel für den heutigen Abend wartete in Dungarvan, also etwa halbe Strecke zwischen Waterford und Cork auf mich... (mein Auto und mein Gepäck) :-) Wenn man die Landstraße, die fast überall zweispurig ausgebaut ist, nimmt kann man die Strecke in einer Stunde bequem schaffen...
Ich wollte aber nicht...
Ich hatte anhand meiner Karten gesehen das sich in Tramore ein sehr schöner Sandstrand befinden muß... Der Reiseführer bestärkte mich in dieser Annahme. Da ich im vergangenen Jahr schon auf Sherkin Island von der Qualität der Strände positiv übberrascht wurde, wollte ich es noch einmal genauer wissen... Außerdem reizte mich irgendwie der Ort...



Und ich muss sagen, das ich wieder einmal positiv überrascht war, ich denke die Bilder sind aussagekräftig.
In etwa in der Mitte des gesamten Strandes habe ich gestanden als ich die Aufnahmen gemacht habe...



Tramore ist ein kleines Städtchen das auf Badetourismus setzt, so mein Eindruck. Es gibt dort auch einen Rummelplatz... Wer mit Kindern nach Irland reist, für den könnte die Kombi aus Kultur in Waterford, Wandern in den Comeragh Mountains und Badeurlaub in Tramore eine interessante Option sein... Aber auch ohne die lieben Kleinen spricht doch eigentlich nichts gegen ein Bad in der Irischen See...


Was ich nicht mehr geschafft habe, ist mir Dunmore East anzuschauen... vielleicht komme ich da ja ein andermal hin... Der Tag neigte sich nun langsam dem Ende zu, und ich hatte immer noch keinen Bock auf die "große" Landstraße, um schnell mein Tagesziel zu erreichen. Mich lockte die Küstenstraße... Ohne lange drum rum zu reden, war die komplett richtige Entscheidung! Nicht nur einmal konnte ich Panoramen wie das Bild unten geniessen...



Die Nacht verbrachte ich in Dungarvan im Tannery Townhouse mit Cookery School. Am kommenden Morgen ging es  weiter, die letzte Etappe nach Cork...



Klar, das wenn ich durch Midelton komme, ein Abstecher zur Jameson Destille drin sein muss...


Schade das ich mit dem Auto unterwegs war... 


Aber vielleicht hat der Eine oder Andere von euch ja Geschmack bekommen... Und vielleicht gibt es ja für mich noch ein Fläschchen Whiskey für Zuhause...


Und dann war auch schon Cork erreicht...






Aber dazu später mehr...

Irland, Mahon Valley Tag 3

Heute früh wartete jemand auf mich an der Rezeption. Michael Desmond, "Walking Guide" kennt die Region wie seine Westentasche. Mit seinem Auto sind wir von Waterford ins Mahon Valley gefahren...

Nachdem wir das Auto auf dem Parkplatz abgestellt hatten, unsere Rucksäcke umgeschnallt, ein lustig Lied trällernd, Richtung Berg wanderten... Da stellte sie sich uns in den Weg...

Die Riesenweinbergschnecke Black Panther... Beherrscherin der sieben Meere und des Mahon Valley...

 Aber wie ihr an den folgenden Bildern unschwer erkennen könnt... Michael und ich meisterten die Herausforderung... Und zogen ungehindert unseres Weges... (Keine andere Schnecke hat sich uns im Mahon Valley an diesem Tag mehr in den Weg gestellt)(keine Angst Black Panther hat die Begegnung überlebt, was aber die Schafe mit ihr angestellt haben? - keine Ahnung (und davon jede Menge) :-)

 Doch dann begann der Spass erst richtig... Auf dem oberen Foto könnt ihr ganz im Hintergrund die Mahon Falls erkennen... hier noch klein...



Langsam nähern wir uns der Sache...

Etwa 90 Minuten später hatten wir dann etwa die hälfte des Gesamten Wasserfalles erklommen. Regen und Wind nahmen stetig zu... Die Steine wurden immer glitschiger... Wichtig wie bei jeder Wanderung im Hochgebirge auch hier ordentliche Schuhe!!! Die Knöchel müssen fest umschlossen sein... Eigentlich sollte Lough Counshigaun unser Ziel sein... Aber auch Michael war die Sache mit Wetter, Weg und Entfernung nicht ganz geheuer... Nach dem zweiten Katarakt machten wir also kehrt... Michael kannte noch einen anderen Aufstieg zum Lake...  Nach etwa 21/2 Stunden waren wir wieder beim Auto.

 

Etwa 10 Minuten Autofahrt brachte uns zu einem anderen Parkplatz... Dieser lag noch in der Baumzone. Michael meinte, von der Stelle wo wir kehrt gemacht haben ist der See etwa 2 Stunden Fussmarsch und Aufstieg entfernt...

Schnell hatten wir die Baumzone hinter uns... langsam begann es aufzuklaren, und der auffrischende Wind zeigte uns das wir immer höher kamen...



Wiederum etwa 90 Minuten später hatten wir den Lake, ein Überbleibsel aus der Eiszeit erreicht...
Der "Mist" Die Iren bezeichnen den Nebel, den ihr im Hintegrund erkennen könnt als solchen...
Michael meinte: "Kein Regen und trotzdem Nass" Also der "Mist" versperrte uns den Blick auf die komplette Felswand die den See nach hinten hin begrenzt und einfasst... spektakuläre 300 Meter ragt die Wand in die Höhe.

Der Abstieg beschenkte uns dann doch noch mit ein paar sonnigen Momenten... und einer schönen Fernsicht bis zum Meer. Auch dieser Aufstieg dauerte alles in allem seine 21/2 Stunden... war aber nach Aussage von Michael angenehmer als den Weg am Wasserfall vorbei fortzusetzen um dann über einen Bergrücken den Abstieg zum Lake zu unternehmen... Michael könnt auch ihr erreichen Auf Facebook: "Nire&Comeragh Guided Walks" oder sherpamick@gmail.com Man muss kein Alpinist sein um die Tour zu gehen... Sollte sich aber seiner Füße bewusst sein... Der Weg führt durch Feuchtwiesen, ferner sollte man genau darauf achten wo man den Fuss setzt, zwischen den Felsen gibt es kleine Hohlstellen, also Aufpassen! Aber das sollte man ja immer... Der Weg ist auch nicht Beschildert, also so wie in Deutschland mit Plaketten, Rundwanderwegen etc. Also wenn ihr ohne Guide gehen wollt empfehle ich euch gutes Kartenmaterial und einen Kompass... (Bin halt kein GPS Freak) (Aber das Navi im Auto mag ich nicht missen) Gute Karten bekommt ihr übrigens auch schon in Deutschland...