Mittwoch, 14. Mai 2014

Haithabu Schleswig - Holstein Wikingerschiff 3. Ostseefjord Schlei


Was ihr auf dem folgenden Foto seht, nennt der Fachmann / die Fachfrau Schräglasche...
Kai hat mir erklärt, das es bein Bootsbau, anders als es die Zimmerleute beim richten eines Dachstuhles machen, darauf ankommt das die Holzverbindungen beweglich sind. Die Zapfenverbindungen bei einem Dachstuhl müssen starr sein, und sich gegenseitig, oder durch das Gewicht des Sparrens, des Grates oder der Pfette in position halten. Ein Wikingerschiff mit seiner Länge, muss aber durch die Dünung (das ist das Auf und Ab der Wellen) hindurchpflügen können. Damit es dabei (wenn Bug und Heck des Schiffes auf einer Welle sitzen) im Mittelteil nicht durchbricht muss es einen hohen Grad an Flexibilität besitzen... Und das soll eben jene Schräglasche gewährleisten...


Hier seht ihr also die Schräglasche zwischen vorderem Stevenknie und dem eigentlichen Kiel des Bootes.
Beim Bearbeiten des Holzes wurde an den beiden Werkstücken die Holfaserung durchtrennt. Da dies auf lange Sicht gesehen, wenn das Boot im Wasser liegt, ein Angriffspunkt für Bakterien und Fäulnisserreger sein kann, wird zwischen die beiden Bootsteile ein solches Wolltuch, welcher vorher ordentlich in Teer getränkt wurde gelegt...


Was macht Axel denn da?


Sieht doch schon richtig Toll aus - der Holzkiel - oder?


Axel modelliert gerade den Achtersteven. Das ist der hintere Teil des Schiffes, während der Vordersteven der Bug oder eben der vordere Teil des Schiffes ist... Ausserdem ist das die Stelle, also der Steven, an dem die Wikinger die Drachenköpfe montierten... Bin ja mal gespannt ob unser Schiff auch einen Drachenkopf bekommt...


Genau gegen diese Aussparungen sollen später einmal die Schiffsplanken laufen ...


Nun, und dieser grobe Klotz beinhaltet den Vordersteven... Sieht nach richtig viel Arbeit aus, den da herauszuholen...



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen