Mittwoch, 9. Juli 2014

Haithabu Schleswig-Holstein Wikingerschiff 11. Ostseefjord Schlei


Ich hatte es euch ja bereits angedroht... Klar das ich bei nächster Gelegenheit Kai frage was das mit dem Winkelmesser so auf sich hat... Oder besser wie dieser funktioniert... Also zuallererst einmal, das Werkzeug in bauchiger Bootsform heist gar nicht Winkelmesser (?)


Kai sagt: "Auf Norwegisch nennt man es Fjöl"   hmm... Dann meint Kai " -Winkellot- trifft es wohl am ehesten" Also habe ich jetzt erst einmal beschlossen das "Ding" "Winkellot" zu nennen. Was auffällt ist das es aussieht als wäre es ein Schnitt durch den Rumpf eines Bootes...


Und tatsächlich kann man es sich auch so vorstellen... Es gibt nämlich im Boot drei definierte Stellen  an denen das Lot angesetzt werden muss... Jeweils der Übergang vom vorderen und vom achteren Stevenknie in den Kiel, sowie exakt in der Mitte des Kieles...


Die beiden Standfüße am Boden bilden eine Basis, die in etwa der Breite einer Planke (eines Plankenganges) entspricht... Unser Boot soll / hat fünf Plankengänge (bekommen)... Die fünf Kerben zeigen an, das das Lot, angehalten am fünften Plankengang, über die Markierung im Brett laufen muss, wenn die Planke richtig angesetzt ist...


Die kurzen Kerben direkt an den Lotmarkierungen geben an, an welcher Position im Boot angehalten (eine Kerbe = Übergang achteres Stevenknie in den Kiel -zwei Kerben = Kielmitte - keine Kerbe = Übergang vorderes Stevenknie in den Kiel) werden muss...


Also ein wichtiges Werkzeug... Bliebe die Frage wie man dazu kommt, die Kerben an der richtigen Stelle zu machen...  und wer sich sowas ausgedacht hat... Hmm... manno,  könnt ihr Fragen stellen...


Aber auch das werde ich euch noch erzählen...


1 Kommentar:

  1. Es handelt sich um eine sog. SETZWAAGE. Das ist die Vorläuferein der heutigen Wasserwaage. Sie wird auf die Fläche aufgesetzt und durch das Lot (Gewicht) an der Schnur (senkrecht) kann man den Winkel der Fläche ablesen.
    Üblicherweise hat die Setzwaage eine dreieckige oder rechteckige Form. Diese Schiffsform ist ausserordentlich interessant.
    Wolfgang
    www.senklote.eu

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