Dienstag, 12. August 2014

Unter freiem Himmel...

Auch wenn unsere Herberge bisher nicht einen einzigen Stern verliehen bekommen hat, über ihr, die abertausenden, machen dies mehr als wett...


Gegen halb fünf in der Früh weckte mich erstes Licht, das durch die Kaminöffnung der Gamme neugierig hindurchlugte. Eingemummelt in meinen Schlafsack, gebettet auf Rentierfellen, unter denen Tannenzweige einen Duft von Weihnachten verströmten, vermochte eigentlich nur ein einziger, oder waren es zwei, vor sich hin summende Jagdflieger (die mit dem Stachel vorne dran) mein Ruhebedürfniss zu stören...


Ich kroch aus dem Schlafsack und anschließend aus der zeltähnlichen Behausung, streckte meine verschlafenen Glieder, ließ den Blick umherschweifen... und was ich sah, ließ auch den letzten Rest Müdigkeit aus meinem geschundenen (grins) Körper entweichen... Wow... war das ein Anblick... 


Nebel stieg aus den Niederungen des Flusses. Ein Eisvogel jagte, seinen Ruf ausstoßend über das Wasser. Langsam verwandelte sich der Himmel hier am Hundningsvarnet von einem lichten von Nebelschwaden durchwaberten Blaugrau in ein zartes himmelblau... Die rosafärbung ließ die nahe Sonne erahnen... Und endlich...  


durchbrach die warme Kraft die Nebel, durchfuhr sämtliche Glieder und spendete neue Energie für einen neuen Tag, eine neue Woche, ein ganzes Leben? Wieviel Kraft vermag diese Sonne zu spenden...Wieviel Energie verleiht die Ruhe, die absolute Stille die diesen unvergleichliche Morgen begleitet? Alle Bedürfnisse verschwinden... Die Hektik der Welt, ihr Flittergold, das "Haben" und "Sein" wollen verlieren jegliche Bedeutung... Angekommen! Ist das die Sehnsucht die den Norden, die Norwegen ausmacht? Allein, im "Selbst" angekommen... Langsam wird es warm... (Bei aller träumerischen Schwärmerei... nu brauche ich n Kaffee, heiss, stark, tiefschwarz!) ist das Geil hier... puh...

 
Und dann schließlich gewinnt die Sonne die Oberhand und changiert den Himmel über ein zartes bleu im Verlauf der Stunden in ein tiefes dunkles Blau...


Schließlich haben wir dann in Namsvasgardan  den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht... Etwa zehn Kilometer nördlich vom Hudningsvarnet, wo wir die Nacht verbrachten und ungefähr dreihunder Kilometer nördlich von Trondheim...


legt hier die Fähre in den Borgefjell Nationalpark ab... Leider geht es hier nun wieder zurück... Nach Süden nun sich lenken...




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen