Montag, 31. August 2015

Normandie Frankreich Trouville

Deauville ist die Elegante, Trouville das ehemalige Fischerdorf als handfest zu beschreiben trifft es nicht...
Gemütlich... Nein, Trouville ist nicht gemütlich und schon gar nicht verschlafen... Hmm...vielleicht ist es zwangloser und entspannter als Deauville?


Auf alle fälle liegt es Deauville gegenüber auf der anderen Seite der Touques - Mündung. Auch in Trouville gibt es ein elegantes Casino, auch flanieren ist möglich und die am Meer oberhalb der Strände gelegenen Villen der "Belle Èpoque" sind einfach wunderschön...


Total spannend ist der Fischmarkt... Die Poissonerie an den Uferkais...


So toll präsentierte Meeresfrüchte habe ich selten gesehen... Und nu knurrt mir auch noch der Magen...


Oh oh, wofür soll ich mich bloß entscheiden...?


Bis zu 1000 Meter zieht sich das Wasser bei Ebbe hier an den Stränden der Cote Fleurie zurück. Das bestimmt auch den Rhythmus der Fischer, deren Schiffe hier im Bett des Touques bei Ebbe trocken fallen...


Über die Treppe kann man übrigens bei Ebbe zu einem Laufsteg gelangen. Für 50 Cent kann man so bequem und trockenen Fußes Deauville erreichen, bei Flut fährt für 1,20 Euro die Fähre. Natürlich kann man auch umsonst die Strassenbrücke nutzen...


 nu geht es aber erst einmal an den Strand...


Sonntag, 30. August 2015

Normandie Frankreich Omaha Beach

"THE EYES OF THE WORLD ARE UPON YOU...
 I HAVE FULL CONFIDENCE IN YOUR COURAGE,
 DEVOTION TO DUTY, AND SKILL IN BATTLE

                           General Dwight D. Eisenhower

                                                              Die Übersetzung bedeutet wohl in etwa:

                                                            " Die Augen der Welt sind auf Sie gerichtet...
                                                              Ich habe volles Vertrauen in Ihren Mut, Ihre Hingabe und
                                                              Pflichterfüllung und Ihr Geschick in der Schlacht..."


Was die Worte Eisenhowers  für jene Männer, die im Morgengrauen des 6. Juni 1944 an diesem Srandabschnitt der "Cote de Nacre" der "Perlenküste" an Land gingen, bedeuteten, treffen die Worte Bob Edlins eines Offiziers des zweiten Ranger Bataillons der US Streitkräfte sicher eher:

                                                " I STARTED OUT TO CROSS THE BEACH WITH THIRTY-FIVE
                                                  MEN AND ONLY SIX GET TO THE TOP; THATS ALL..."

"Ich begann die Überquerung des Strandes mit fünfunddreißig Männern und nur sechs erreichten die Höhe, das ist alles..."                               
 

Am vergangenen Mittwoch, dem 26. August 2015 schrieb Reinhard Müller auf der Titelseite der FAZ in einem Kommentar: " Siebzig Jahre nach dem von Deutschland begangenen Völkermord und einem Krieg, dessen Spuren in Europa noch heute zu sehen sind, wird Deutschland in der Welt als Führungsmacht angesehen. --- Das Wort dieses Landes hat auch auf anderen Feldern Gewicht - die Atomgespräche mit Iran und die Bemühungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts zeigen, dass Deutschland auf Augenhöhe mit den Hauptsiegermächten des Zweiten Weltkriegs handelt, die ...  ---   Doch hat gerade die Griechenland-Krise auch gezeigt, das Bewunderung schnell in Hass umschlagen kann und alte Feindbilder rasch wieder abrufbar sind."

Oberhalb des Strandes, bei der Ortschaft Colleville-sur-Mer, liegt der amerikanische Friedhof für die Gefallenen der "Schlacht um die Normandie". Die Männer, die hier begraben liegen, fernab ihrer Heimat sind für eine "ehrenwerte" Sache gestorben. Wenn man denn überhaupt von "Sinn" im Soldatentod sprechen kann, dann hatte ihr Tod einen "Sinn". Die Gedenkstätte macht dies "ohne -Wenn- und -Aber-" deutlich. Sie brachten Deutschland (und dem Rest der Welt) die Befreiung vom Hitler Regieme, und uns hier in Mitteleuropa einen mitlerweile seit siebzig Jahren anhaltenden Frieden, Wohlstand und die Demokratie.



Aber die Kreuze zeugen auch für das Versagen der politischen und intellektuellen Eliten (nicht nur in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts) und was schlussendlich daraus erwächst. Wenn es, wie im obigen zitierten Artikel behauptet stimmt, das Deutschland auf Augenhöhe mit den Völkern der Welt handelt, dann erwächst aus diesen Kreuzen für uns alle die Pflicht, die Krisen die derzeit -Frieden, Wohlstand und Demokratie - gefährden, nicht unkommentiert zu lassen. All jenen, die anderen verbieten wollen ein "Aber" hinter den vorangestellten Satz zu setzten, halte ich entgegen. "Lasst sie Ausreden!" Lasst auch all jene ausreden, die ein Problem mit der historischen Flüchtlingswelle die uns gerade überrollt, haben. Hilfsbereitschaft ist wichtig! Ja, uneingeschränkt! Und ja, wir sind (Gott sei Dank) eine finanziell reiche Nation. Aber!!! Hört den Menschen zu, diskutieren ist allemal besser als hinterher zu sagen: "Hätten wir es bedacht/gewusst". Und von "Dunkeldeutschland" und "Pack" zu sprechen zeugt nicht von intellektueller Elite. Es stößt mich ab und macht mich zornig. (Auch wenn ich die Beweggründe verstehen und nachvollziehen kann).


So, genug Gedanken auf einem Friedhof... Gedenkstätten existieren in der Normandie viele... Hervorheben möchte ich das Museum auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof. Minutiös - in Bild und Ton - vermittelt es den historischen Kontext zur Landung der alliierten Streitkäfte - sehenswert und (in meinen Augen) wichtig...


Wie gesagt Museen zur Landung der Alliierten existieren viele, möge bitte jeder selbst entscheiden welches er als sehenswert erachtet... Persönlich halte ich das, den englischen Luftlandetruppen gewidmete, nördlich von Caen an der Orne gelegene "Pegasus Bridge Museum" zusätzlich für interessant.


"Einen Krieg beginnen heißt nichts weiter, als einen Knoten zerhauen, statt ihn aufzulösen"

                                                                                             Christian Morgenstern



Freitag, 28. August 2015

Normandie Frankreich Bayeux

Irgendwie hatte ich mir Bayeux anders vorgestellt. Klar, einen Eindruck des Wandteppichs von Bayeux, einem der größten Kulturschätze des Mittelalters, hatte ich natürlich. Immerhin war Geschichte in der Schule mein Lieblingsfach, und in Hastings war ich auch schon...


Das Bayeux aber so urgemütlich ist, und die Geschichte um den Teppich so spannend und verständlich erklärt wird, find ich klasse. Schade, hier könnte ich noch länger verweilen...


Auf dem Teppich wird die Geschichte von Wilhelm dem Eroberer erzählt. Im Jahre 1066 startet er in der Normandie in Richtung Britanien, um seinen Anspruch auf den englischen Thron geltend zu machen. Um seinen, größtenteils des Lesens (und Schreibens) unkundigen, Untertanen die gesamte Geschichte der Eroberung Britanniens und den vorangegangenen Meineid Edwards von England zu verdeutlichen, ließ Wilhelm diesen heute noch 68 m langen und etwa 60 cm hohen Wandteppich anfertigen.


Da man den Teppich verständlicherweise nicht Fotografieren darf, hab ich euch ein paar Postkarten abfotografiert. Bei Wikipedia findet ihr noch wesentlich mehr Bilder des Teppichs. In 58 Szenen wird die Geschichte erzählt, und teilweise in wunderschön herausgearbeiteten Details erklärt...


Um kurz auf Hastings zurück zu kommen, unweit der Stadt in Südengland (eine Reise wert!) landete das Heer der Normannen. Landeinwärts trafen das Normannen- und das Sachsenheer aufeinander. In einer blutigen Schlacht wurden die Sachsen besiegt und Wilhelm gewann so die Macht über England.


 Und nach dem Besuch des Teppichs noch einen Rundgang durch die urgemütliche Stadt machen...


Leckere Crepe oder Galettes essen... Einen Kaffee trinken, oder einfach den Herrgott einen lieben Mann sein lassen... (Na ja, ein Eis ist natürlich auch drin)


Hmm... klasse...


Donnerstag, 27. August 2015

Normandie Frankreich Calvados und Cidre

Er ist das Beste das die Normandie zu bieten hat. Goldfarben, gereift in Eichenfässern. Hochprozentig, edel, gehaltvoll - kurz, ein Genuss. Was? Hmm... Also, während des Sommers reifen auf den Bäumen des Pays d`Auge die "Calvados Äpfel" heran. Also hmm... natürlich auf den Apfelbäumen. Auch in der Normandie reifen auf Birnbäumen keine Äpfel... - ist doch klar - oder? Selbstverständlich könnte man diese nun im Winter, zu sagen wir, hmm... Apfelkuchen verarbeiten... oder Apfeltaschen, oder Apfelpfannekuchen oooch ich glaube da viele mir noch so einiges ein... aber den Normannen ist da doch tatsächlich etwas besseres eingefallen... (Gott sei gelobt)


Ja, heute widmen wir uns mal dem Alkohol. Also weniger in seiner reinen Form, als vielmehr in der Cidre und Calvados Form... Wie das geschieht... Nun, bei Pere Magloire in der Route de Trouville, in Pont-L´Eveque kann man das sehr schön verfolgen...


Früher gelangten die Äpfel über eine "Schütte" auf dem Dachboden des Hauses in diese Holzmühle... Pferde oder Ochsen drehten die Holzräder und zerkleinerten so die Äpfel...


Das entstandene Fruchtfleisch kam in Jutesäcke und diese wiederum unter diese Holzpresse... So wurde Apfelsaft gewonnen... Dieser kam in einen Gärbehälter, ruhte dort einen Monat,, bis die natürliche Gärung einsetzte. Am Ende (des Gärprozesses) ist aus dem Apfelsaft Cidre mit etwa 6% Alkoholgehalt geworden.
Tja, und heute geht das natürlich alles mechanisch und hydraulisch. Was sich aber nicht geändert hat, ist die natürliche Gärung, die wird beibehalten weil sie einen unersetzlichen Qualitätsfaktor darstellt.


So ein Cidre an sich ist ja schon eine famose Sache. Es kommt aber noch besser. Der Cidre wird nun nämlich destilliert und der aus dem Pays d`Auge sogar zweimal... (Ein weiteres Qualitätsmerkmal).
Und das, was dann entstanden ist, nennt man Calvados. Dieser wird nun gelagert...


Bei Pere Magloire zuerst in diesen großen Eichenfässern. 39.000 Liter packt so ein Fass. Danach werden sie umgefüllt in diese kleineren etwa 400 Liter fassenden Eichenholzfässer.


Die Lagerung hier bestimmt dann auch den Geschmack und vorallem seine Farbe. Der "Fine" ist zweijährig gelagert, mindestens 4 Jahre ruht der "VSOP" und der "XO" lagert bei Pere Magloire mindestens 9 Jahre. Woanders darf er aber auch schon nach 6 Jahren diese Bezeichnung bekommen... 


Tja, und nun geht es zur Verkostung...


Mittwoch, 26. August 2015

Normandie Frankreich Mont St. Michel

Als "Wunder des Abendlandes" wird er bezeichnet. Ohne einen Besuch beim legendären Mont St. Michel ist der Normandietrip nicht komplett. Eintauchen ins Mittelalter und den Geschichten zuhören die der Wind den uralten Mauern entlockt...


Es fällt schwer zu ergründen, weshalb dieser Klosterberg eine solche Anziehungskraft auf die Menschen ausübt, manche mittelalterliche Burg erscheint spektakulärer, imposant ist die Anlage ohne Zweifel. Die Aufnahme in die UNESCO Welterbeliste mit Fug und Recht berechtigt. Will hier auch nicht rumstänkern, im Gegenteil, mir hat der Berg auch Respekt abgenötigt und die Heerscharen mit denen ich mein Erlebnis teilen durfte, sprechen eine deutliche Sprachen und er soll ja auch an dritter Rangstelle der besuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs stehen...


Bon, geparkt wird außerhalb, auf großen Parkplätzen. Schuttelbusse übernehmen den Transport der Besucher bis unterhalb des Felsens kostenlos. Alternativ kann man mit kostenpflichtigen Pferdekutschen den Klosterberg erreichen, aber auch per Pedes, also zu Fuß, über einen Holzplankenweg kann der Berg auf einem etwa 2,7 Kilometer langen Weg erwandert werden...  


Und dann geht es in das Gewühl... Umsäumt von Andenkenläden, Cafes`s, Kneipen und Restaurants bahnt man sich den Weg von der Unterstadt, hoch zum Kloster...


Unterwegs kann man zuschauen wie das Omelett der "Mere Poulard" gemacht wird... Da die Dame das Originalrezept mit ins Grab genommen haben soll, frage ich mich wie das denn so vor sich gehen kann... Hmm...


Also in der Tat ist die Unterstadt dem Kommerz vorbehalten... sobald man aber die Kapelle des Erzengel Michael erreicht hat, ist mit den Geschäften Schluss und lediglich das Kommen und Gehen der Touristen stört die Andacht... 


Dafür ist aber dort auch die wunderschöne, versilberte Statue des Erzengels Michael zu bestaunen...


Na und dann noch eine Station höher wird man mit einem fantastischen Blick über die Bucht , die zusammen mit dem Klosterberg Welterbestatus erhalten hat, belohnt.

Dienstag, 25. August 2015

Normandie Frankreich ab ans Meer

Diesmal war Brüssel (nur) Station... Mach ich ja sehr gerne, erst durch die Großstadtschluchten geschlichen und hinterher zum Genießen irgendo aufs Land, in die Berge oder ans Meer... Und diesmal ist es die Normandie...


Normandie... Hmm... der Namen zergeht mir wie Schokolade auf der Zunge... Sommer, Sonne, Calvados oder Cidre... oder "Leben wie Gott in Frankreich" ... Welliges Land, manchmal Sturmumtobt... Bayeux und der sagenhafte Wandteppich... Meer und waghalsige Seefahrer... Baguette mit Claudett... Croissants und Pain o Chocolate, Camembert... und wieder Calvados...  Aber auch der Mont-St.-Michel und nicht zu verschweigen und überall präsent, die Landungsstrände der Alliierten - Mit den Monumenten, Musseen und Friedhöfen - Zeugniss dafür das Demokratie wehrhaft ist, und die Welt sich nicht alles gefallen lässt - Kein Heidenau, keine Taliban und auch keine Kalaschnikow egal ob am tunesischen Urlaubsstrand oder im Thalys auf dem Weg nach Paris...


Gelandet bin ich in Deauville... Etwa vier Stunden dauert die Autofahrt von Brüssel bis an die Cote Fleurie, so nennt man den Küstenabschnitt an dem Deauville liegt... Das Hinterland, oder vielleicht besser die Region, wird als Pays d´Auge bezeichnet... Strohgedeckte Bauernhäuser und romantische Landsitze charakterisieren die immergrüne, üppige Kulturlandschaft. Na und natürlich Calvados, Cidre, und Camembert - warum muss ich bloß im Urlaub immer in Nähe solch verführerischer Genüsse landen... Manoman ist das Leben schwer...


Etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich Deauville zu dem elegenten Seebad heutiger Prägung entwickelt... Pferderennen, Segelregatten, Golfturniere... Und jedes Jahr Anfang September das amerikanische Filmfestival und Hollywood´s Jetset...


Deauville gegenüber liegt Trouville - dessen Flair soll familiärer sein als das im mondänen Deauville möglich scheint... Alexandre Dumas, viele Künstler und Gustave Flaubert werden mit dem ehemaligen Fischerdorf in Verbindung gebracht und ließen es schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Badeort werden... 


Entspannung auf dem Meer, am Strand und abends lecker Essen... hmmm vielversprechend...


Berühmt in Deauville ist im übrigen die Villa Straßburger... Henri de Rothschild ließ sie 1907 bauen, heute beherbergt sie eine Sammlung mit Werken des Malers Enrico Campagnola...


So, nu aber Schluss... Ab an den Strand und mal einen kleinen Spaziergang unternommen...


Montag, 24. August 2015

Brüssel über Nacht

Lebhafte Plätze auf denen Strassenmusiker ihr Können demonstrieren, romantische, verspielte Parks, die Bierkultur - neben all der Kultur, der Geschichte und der Großstadthektik bietet die Stadt auch sehr viel Enspannung und Gemütlichkeit...


Narürlich ist der Grand Place - das touristische Zentrum der Stadt - ein Muss. Die imposanten Fassaden um das Rathaus herum sind einfach fantastisch, das Manneken Piss - keine Ahnung warum dieses Figürchen eine solche Popularität genießt...


Mir gefällt der Blick vom Mont des Arts über die Dächer Brüssels sehr gut, und dann oben oberhalb der Gartenanlagen gemütlich eine Tasse Kaffee trinken...



Apropos gemütlich... Übernachten in Brüssel... 


Elegant mit Wellnessbereich etc. möglich in "the Hotel"  - Boulevard de Waterloo 38, auch Promis steigen hier schon mal ab...


Sehr gerne nutze ich die Hotels der Motel One Kette - Das Brüsseler Hotel ist etwas mehr als ein Jahr eröffnet... Aber nicht nur dort, als Kettenhotel folgen sie der Philosophie überall in den Innenstädten in zentraler Lage und gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln bei gutem Preis- / Leistungsverhältniss präsent zu sein...  



Bon, würde mich freuen euer Interesse an dieser sehenswerten Stadt geweckt zu haben...