Donnerstag, 27. August 2015

Normandie Frankreich Calvados und Cidre

Er ist das Beste das die Normandie zu bieten hat. Goldfarben, gereift in Eichenfässern. Hochprozentig, edel, gehaltvoll - kurz, ein Genuss. Was? Hmm... Also, während des Sommers reifen auf den Bäumen des Pays d`Auge die "Calvados Äpfel" heran. Also hmm... natürlich auf den Apfelbäumen. Auch in der Normandie reifen auf Birnbäumen keine Äpfel... - ist doch klar - oder? Selbstverständlich könnte man diese nun im Winter, zu sagen wir, hmm... Apfelkuchen verarbeiten... oder Apfeltaschen, oder Apfelpfannekuchen oooch ich glaube da viele mir noch so einiges ein... aber den Normannen ist da doch tatsächlich etwas besseres eingefallen... (Gott sei gelobt)


Ja, heute widmen wir uns mal dem Alkohol. Also weniger in seiner reinen Form, als vielmehr in der Cidre und Calvados Form... Wie das geschieht... Nun, bei Pere Magloire in der Route de Trouville, in Pont-L´Eveque kann man das sehr schön verfolgen...


Früher gelangten die Äpfel über eine "Schütte" auf dem Dachboden des Hauses in diese Holzmühle... Pferde oder Ochsen drehten die Holzräder und zerkleinerten so die Äpfel...


Das entstandene Fruchtfleisch kam in Jutesäcke und diese wiederum unter diese Holzpresse... So wurde Apfelsaft gewonnen... Dieser kam in einen Gärbehälter, ruhte dort einen Monat,, bis die natürliche Gärung einsetzte. Am Ende (des Gärprozesses) ist aus dem Apfelsaft Cidre mit etwa 6% Alkoholgehalt geworden.
Tja, und heute geht das natürlich alles mechanisch und hydraulisch. Was sich aber nicht geändert hat, ist die natürliche Gärung, die wird beibehalten weil sie einen unersetzlichen Qualitätsfaktor darstellt.


So ein Cidre an sich ist ja schon eine famose Sache. Es kommt aber noch besser. Der Cidre wird nun nämlich destilliert und der aus dem Pays d`Auge sogar zweimal... (Ein weiteres Qualitätsmerkmal).
Und das, was dann entstanden ist, nennt man Calvados. Dieser wird nun gelagert...


Bei Pere Magloire zuerst in diesen großen Eichenfässern. 39.000 Liter packt so ein Fass. Danach werden sie umgefüllt in diese kleineren etwa 400 Liter fassenden Eichenholzfässer.


Die Lagerung hier bestimmt dann auch den Geschmack und vorallem seine Farbe. Der "Fine" ist zweijährig gelagert, mindestens 4 Jahre ruht der "VSOP" und der "XO" lagert bei Pere Magloire mindestens 9 Jahre. Woanders darf er aber auch schon nach 6 Jahren diese Bezeichnung bekommen... 


Tja, und nun geht es zur Verkostung...


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