Dienstag, 1. September 2015

Normandie Frankreich bezaubernd verführerisch

"Leben wie Gott in Frankreich" - Ja, - oh wie lieb ich diese warmen Morgen. Die Sonne kann sich nicht entscheiden welche Farben sie zuerst aus den romantischen Fassaden der Fachwerkhäuser herauskitzeln soll. Nicht nur die großen Städte, das kulturelle Erbe, sind so spannend.  Oft liegt die Schönheit im kleinen, im verspielten, im plötzlich wahrgenommenen Geruch...


Es sind die kleinen Städtchen oder größeren Dörfer, wie Blonville- oder Villiers sur Mer an der Cote Fleurie
Es sind die kleinen Läden, da wo du morgens deine Zeitung kaufen kannst und wo der Mann an der Kasse gut gelaunt ist, obwohl die Stapel mit den Journalen und der internationalen Presse noch auszuräumen ist. Und die Kollegin trotzdem auf der Straße ihren x-ten Schwatz hält...


Es sind die Momente, wo du in der Boulangerie, während dir der verführerische Duft frisch gebackenen Baguette in die Nase steigt, das gleichmäßige Hauen aus dem Nachbarfenster hörst. Dieses gehört zu der Boucherie und der Mann hinter dem geöffneten Fenster hackt noch Koteletts mit richtigen Knochen und die werden in einer richtigen Fleischerei mit Pasteten, Fleischtörtchen, Eisbein und, und, und, feil geboten. Nicht im namenlosen Supermarkt auf der grünen Wiese.


Es sind all die unbekannten Genüsse, die einen unverhofft und aus dem Hinterhalt ganz plötzlich überfallen geradezu anspringen. Die dir alle guten Vorsätze rauben, einschließlich der sportlichen. Und am Abend findest du dich wieder bei der Flasche gutem roten Wein, bei dem Glas Calvados on the Rocks, oder auch regional eher untypisch beim Glas Ricard. Doch was soll es - Hauptsache es schmeckt...


Und es sind auch all die kleinen Brasserien, mit ihrem Cafe, ihrem Pression oder der Coke. Dem Pernod, dem Martini, dem Bordeaux... oder dem leichten Riesling aus dem Elsass, oder doch lieber der liebliche Gewürztraminer...?  Und niemand findet etwas dabei wenn das schon am frühen Morgen so ist... vielleicht mit einem Gläschen Champagner - "Leben wie Gott in Frankreich" 


Und es sind auch die Abende, der Wind ist eingeschlafen, die Fahnen an den großen Masten hängen schlaff. Ruhig singt das Meer sein rauschendes Lied, erzählt von der Ferne, lockt dich weiter und weiter... Auf der Bank sitzt ein Liebespaar, eng umschlungen bewundert die Sterne die über dem klaren Himmel der See von der Unendlichkeit künden. 


Unterdessen beleuchtet die fahle Sichel des Mondes, oder sind es Laternen, die kleinen malerischen Häuschen wo am Tag soviel Leben herrscht. Wo Kinder mit Bällen spielen, wo Menschen sich umkleiden ihre Badesachen packen um sich gleich drauf in die Fluten der See zu stürzen, nach Abkühlung lechzend...


Oh Normandie, oh Frankreich, du hast es mir angetan... 


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