Samstag, 4. Juni 2016

Katharerland Frankreich Midi-Pyrénées Albi

Albi war im Mittelalter ein, wenn nicht sogar das Zentrum der Katharer. Als Papst Innozenz III. 1209 zum Kreuzzug gegen die Häretiker (Ketzer also nicht Ungläubigen, Heiden, sondern jenen -einer anderen Auslegung der herrschenden Lehre folgenden-) aufrief musste die Stadt dem ganzen Treiben ihren Namen zur Verfügung stellen. Noch heute spricht man von den Albigenserkriegen


Auch Albi verdankt wie Gaillac seinen wirtschaftlichen Aufstieg zu einem Teil der günstigen Lage am Tarn, bzw. dem Brückenzoll der die vorhandene Brücke einbrachte. Entscheiden aber war sicher der Handel mit Pastell oder wissenschaftlich mit Isatis tinktoria, zu deutsch Färberwaid. Aus der Pflanze, die im Südwesten Frankreichs prächtig gedeiht, wurden bis ins 16. Jahrhundert blaue Farbstoffe gewonnen. Mit dem Export des billigeren Indigo aus Asien ab Mitte des 16. Jahrhunderts begann dann der Niedergang des einst so begehrten Färbemittels.


Noch heute besteht Albi überwiegend aus Backstein und trägt daher auch den Beinhmen "Albi la Rouge" Bedeuend ist seine Kathedrale welche wiederum den Beinamen "Festung Gottes" trägt... Und genau so wirkt sie auch... Bernard de Castanet, Bischof von Albi gab 1282 also mehr als 50 Jahre nach den Albigenserkriegen den Auftrag zum Bau der Kathedrale. Zum größten Teil fertiggestellt war sie 1383, etwa 100 Jahre später. Endgültig fertiggestellt wurde die Kathedrale 1492 also in dem Jahr als Columbus Amerika entdeckte und die letzten Mauren aus Spanien vertrieben wurden..


Na, schauen wir uns die Gotische Kathedrale doch einmal etwas genauer an...


Die Fresken im Innenraum des Gotteshauses wurden von Künstlern aus Modena und Bologna gestaltet...


Das filigrane Innere stellt einen sehr starken Kontrast zur festungsähnlichen Außenansicht dar...


Die Kämpfe während der Kreuzzüge gegen die Katharer wurden überwiegend an anderen Schauplätzen ausgetragen. Historiker neigen heute zu der Ansicht das sie ihren Zweck die Häresie zu beenden, nicht erreichten., Schließlich kam mit dem Bau des Dominikanerklosters 1285 in Albi der Großinquisitor in die Stadt... 


Was dann folgte, erzähle ich euch ein Andermal...


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