Mittwoch, 22. Juni 2016

Katharerland Languedoc Frankreich Festung Peyrepertuse

Wie ein Schiffsbug ragen plötzlich die Mauern der Festung aus dem Nebel hervor... Peyrepertuse, uneinnehmbar, unüberwindlich wie ein Adlerhorst hoch oben auf dem Felssporn thronend...
Mit über 7000 qm Grundfläche die größte französische Festungsanlage der Katharer...


Peyrepertuse - zum ersten Mal urkundlich erwähnt im Jahre 842 als -Petre Pertuse- doch bereits in der Römerzeit besiedelt... Schon der Felsen unbefestigt ohne Wälle wäre, entschlossen verteidigt, nur schwer zu erobern. Mit Werken, Mauern - Zinnen - Türmen - Wehrgängen, armiert scheint die Eroberung ein schier aussichtsloses Unterfangen... Aushungern - vielleicht...


Nur ein schmaler Weg führt zur Festung. Die Versorgung wird mit Mulis durchgeführt, alles nur über den schmalen Pfad... Auch jener, welcher die Festung heute, wenn auch aus friedlichen Zwecken erobern möchte muss diesen Pfad nehmen...


In mehreren Ausbaustufen erreicht die Burg ihre heutige Ausdehnung. Eigentlich besteht sie aus zwei unabhängigen Festungen. Die zweite Burg -St. Jordi- wird unter Karl dem Kahlen errichtet...  


1209 beginnen die Kreuzzüge gegen die Katharer. Die Burg beherbergt noch bis zum Jahr 1240 flüchtige Katharer und enteignete Lehnsherren... Am 16. November 1240 ergibt sich die Festung nach Belagerung den Kreuzrittern... Danach wird sie den Königen von Frankreich zugeschlagen. Sie dient der Grenzsicherung gegen Spanien... Der Pyrenäenfrieden von 1659 und wahrscheinlich auch die Veränderungen in der Militärtechnologie machen sie entbehrlich. Bis zur Französischen Revolution bleibt sie durch eine Garnison besetzt...


Etwa einhundert Höhenmeter sind heute vom Parkplatz bis zur Festung zu überwinden, immer hintereinander, auf gutes Schuhwerk ist zu achten. Es geht Auf- und Ab- je nach Kondition sollte man 45 Minuten für den Aufstieg einplanen...


Wer in der Region übernachten möchte, dem sei das Hotel. "Hostellerie du Vieux Moulin" in Duilhac empfohlen - ebenso empfohlen sei das ebenfalls dort ansässige Restaurant "Auberge de Moulin"


Tja und wie so oft, am nächsten Morgen war der Nebel verschwunden, und vom Hotel aus bot sich ein toller Ausblick auf die Festung...

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