Freitag, 28. Oktober 2016

Irland - Cong - Ashford Castle

Es ist wohl -das- Hotel Irlands... Ashford Castle - Member of the leading Hotels of the World - Treffpunkt des internatinalen Jet Set -  erbaut im 13.Jahrhundert - Ausgezeichnet mit 5 Sternen und Herberge für den amerikanischen Präsidenten...



Bereits im 13. Jahrhundert von einer anglonormannischen Familie errichtet, wurde das Schloss in den 1850 er Jahren von der Familie Guiness wieder auf- und umgebaut. Seit Ende der 30 iger Jahre des letzten Jahrhunderts schließlich in ein Hotel umgewandelt...  


Heute beherbergt es viele Kunstschätze und Antiquitäten. So wird zum Beispiel in the Inglenook - der Kaminecke eine über 1000 Einzelstücke umfassende Sammlung Tafelsilber von Washington Augustus Roeblings ausgestellt... Nun, muss gestehen das mir der Herr vor meinem Besuch im Schloss komplett unbekannt war... Aber da Reisen ja bekanntlich bildet... Roeblin vollendete 1883 die durch seinen Vater an der New Yorker Brooklin Bridge begonnenen Arbeiten, der hervorragende Ingenieur gilt als ihr wichtigster Konstrukteur...  


Nun und das obere Zimmer, oder besser die Suite auf dem oberen Foto, beherbergte 1984 Ronald Reagan, den amerikanischen Präsidenten... 


Doch nicht nur Reagan, auch Robin Williams, Pierce Brosnan, Brad Pitt oder Ted Kennedy besuchten das Schloss... 


Golf, Bogenschießen, Kanu, Schießsport, Angeln  -alles kulinarisch Denkbare- nicht zuletzt die Falkenschule...


 auf Ashford Castle ist wohl nichts unmöglich...


 Na, was denkt ihr?

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Irland - Ashford Castle - School of Falconry

Nein, Ashford Castle muss noch warten. Auch wenn es -die- Sehenswürdigkeit in Cong und auch am Lough Corrib ist... Denn an seinem nördlichen Ufer liegt das Schloss...


 Nein, "Star" dieses Posts ist Lima. Lima ist ein Habicht... Und, sorry ich bin ihr direkt verfallen...


Lima lebt auf Ashford Castle in der Falknerei des Schlosses...


"Eigentlich sind Falken und Habichte faule Tiere", erklärt Isande Mel Souef. Die 23 - jährige Französin ist Falknerin auf Ashford Castle. Und heute bin ich mit Ihr und mit Lima verabredet...


"Faul" sollte ich vielleicht noch ein wenig relativieren, denn Isande erklärt weiter das Habichte und Sperber, die zur gleichen Art gehören, etwa 95% des Tages damit zubringen auf  einem Baum zu sitzen und zu beobachten. In die Luft erheben sie sich nur wenn sie hungrig sind...


Dann sind sie aber extrem erfolgreiche Jäger... Überwiegend sind Habichte in Waldgebieten zu finden. Gejagt wird alles was so zwischen 5g und 3,5 KG wiegt... Also Mäuse, Kaninchen aber auch Hühner oder andere Vögel... 


In der Falknerei (www.falconry.ie) kann ein Rundgang durch den Schlosspark von Ashford Castle mit Lima oder einer ihrer Artgenossen gebucht werden. Hierbei kann  man die Tiere ausgiebig beobachten. Isande hat mir beigebracht, wie Lima auch bereit ist auf meinem Arm zu landen... Also... natürlich immer nur mit Belohnung... "Spannend" reicht nicht aus, um das Gefühl zu beschreiben, wenn der Greifvogel im Anflug ist, sich auf deinem Arm nieder zu lassen... 


Na, und wenn dann die Beute - in diesem Fall allerdings ein Lederknäuel an einer Schnur - mit dem die Falknerin Lima gelockt hat, "geschlagen" ist - dann muss diese natürlich auch geschützt werden, am besten indem man sie mit dem Körper und den Flügeln abdeckt... Tschüss Lima, war spannend mit dir!


Sonntag, 23. Oktober 2016

Irland - Cong - Zwischen Abtei und John Wayne

Manche bezeichnen es als eines der schönsten Dörfer im Westen Irlands... Nun, also auch wenn ich jetzt meinen Ruf als Romantiker einbüße... Also bei manchen... Cong hat mit Sicherheit etwas, und der Besuch lohnt sich - aber als eines der schönsten Dörfer... Hmm... Aber seht selbst...


Cong geht auf eine Klostergründung, die sogenannte Cong Abbey aus dem 7. Jahrhundert zurück und entwickelte sich sogar zum eigenständigen Bistum. Dann kamen in 11.Jahrhundert die Wikinger, plündend und brandschatztend...


Die Augustiner, also ein Mönchsorden (In München gibt es im übrigen den Augustinerbräu) (ob das wohl ein lebenslustiges Völkchen war?) kamen dann im 12. Jahrhundert gründeten die Abtei neu und es ging wieder aufwärts... Dann kam Heinrich der VIII - also er kam nicht nach Cong, also zumindest weis ich nicht ob er jemals in Cong war... 1541 wurde er König von Irland, mit der römischen Kirche hatte er wenig bzw. Hmm... nun also Heinrich wollte seine Ehe durch den Papst annulieren lassen (die erste von insgesamt sechs), dieser lehnte ab. Heinrich VIII gründete dann die Kirche von England - und machte sich zu ihrem Chef...


In diesem Zusammenhang löste Heinrich die Klöster -erst in England später dann auch in Irland auf- kassierte ihre Schätze was man in diesem Fall nicht stehlen sonder -säkularisieren- nennt... Und für Cong hatte das zur Folge das die Abtei wieder dem Verfall preisgegeben war... 


Cong Abbey wohl, eher seine Überreste vereint romanische und gotische Stilelemente, was sicher auch seiner wechselvollen Geschichte geschuldet ist...


Bekannt wurde Cong im übrigen durch das hier gedrehte Hollywoodmovie "The Quiet Man" Mit John Wayne und Maureen O`Hara in den Hauptrollen... Also lang, lang ist her...  (Nein nicht der Lang Lang, der ist doch Pianist) John Wayne war in meiner Jugend (ha, also ebenfalls schon lange her) die Verkörperung des aufrichtigen Amerikas... (Hab ich das jetzt richtig ausgedrückt?) Also er war definitv Schauspieler... Rauhbeinig, rauflustig, meistens Cowboy - aber immer der aufrichtige Held...


Tja, und von dieser Vergangenheit zehrt das Dörfchen noch heute... Na, und dann wäre da noch Ashford Castle... Aber sorry das ist eine eigene Story, davon ein andermal mehr...


Bevor ich´s vergesse... Bei Pat Cohan hab ich hervorragend gegessen... (Und ein lokales Craft Beer getrunken) Super, absolut empfehlenswert... also dafür würde ich glatt wieder kommen...




Donnerstag, 20. Oktober 2016

Irland - Connemara - am Lough Corrib

Wenige Meilen nördlich von Galway liegt das Südende von Lough Corrib. Größter See der Republik, (200 qkm groß) zweitgrößter der Insel, - soweit die Superlative... Verbunden mit dem Atlantik durch seinen Abfluss, den River Corrib der in Galway in die Bay und somit in den Atlantik mündet...


Wegen seines Fischreichtums bei Anglern beliebt, sind seine unzählbaren Buchten traumhaft einsam... Zahlreiche bewaldete Inseln locken geheimnisvoll... Die größte unter Ihnen, Inchagoill trägt die Ruinen eines frühchristlichen Klosters... am Ostufer des Sees soll der Heilige Brendan 577 verstorben sein...

 

Einige interessante kleinere Städtchen oder vielleicht besser gesagt, größere Dörfer liegen entweder direkt am See oder Unweit von Ihm... Sehr schön liegt an seinem Westufer Currarevagh House. Das Hotel bietet sich zur weiteren Erkundung der Region an. 


Und immer wieder bieten sich Plätze an denen man eine tolle Aussicht auf die ruhige Landschaft genießen darf... 


Zwischen seinem Westufer sowie dem Antlatik ersteckt sich Connemara... Im Süden eher
Heide und Moorgebiet liegt im Norden der Landschaft nahe Clifden, der inoffiziellen Hauptstadt Connemaras der Connemara National Park...


Im  DUMONT  Reise-Handbuch Irland, einer Buchreihe die ich sehr gerne neben den Reiseführern des Michael Müller Verlages zur Vorbereitung meiner Reisen nutze, schreibt Petra Dubilski, die Autorin, über Connemara: " Berge, Moore und Seen kennzeichnen einen der schönsten Teile Irlands, dünn besiedelt, melancholisch, mit ständig wechselndem Licht, düster und unheimlich bei Regenschauern und freundlich wenn die Sonne ein Farbenspiel zaubert und Perspektiven verschiebt, dass einem der Atem wegbleibt." Ich habe dem weiter nichts hinzu zu fügen... traumhaft...


Nachdem ich zuerst der N 59 folgte, bin ich dann bei Maam Cross auf die R 336 abgebogen um schließlich bei Maum An - Mam der R345 und dem nördlichen Seeufer zu folgen...


Es war mir unmöglich den See zu verlassen... so kam ich denn schlussendlich nach Cong...


Samstag, 15. Oktober 2016

Irland - Galway - quirlig, bunt

Was soll ich euch über Galway erzählen... So vieles wurde schon über die Stadt, synonym für den Westen Irlands, Dublin - quasi- gegenüber an der Westküste liegend, geschrieben. Einen Strich zwischen den beiden Städten gezogen und Irland ist geteilt, in den Norden und den Süden... Soviel also zur geographischen Einordnung...


Bon, ich versuche es trotzdem einmal...  Corrib wird der Fluss genannt der sich in Galway in den Atlantik ergießt. Eine sehr starke Tiede, sorry, ein starker Tiedenhub lässt ihn bei Ebbe dahinschießen... Eines der markantesten Gebäude ist die Kathedrale...


Tja, und das was alle behaupten, daß Galway jung, hip, quirlig sei - ja, ich kann es bestätigen... Die Innenstadt ist eine große Fußgängerzone und zwischen Salmon Weir und Wolfe Tone Bridge kann man am Ostufer des Corrib shoppen und flanieren... wahrscheinlich nicht umsonst heißt die (Haupt-) Einkaufsstraße Shop Street... 


Ungezählt sind all die Festivals und Events die im Jahresverlauf in Galway stattfinden... Herausragend sind sicher das Early Music Festival im Mai sowie das Arts Festival im Juli...


Ende des 14. Jahrhunderts wurde der heute 75.000 Einwohner zählenden Stadt eben jenes Stadtrecht verliehen... Angeblich soll Christoph Columbus, bevor er Amerika entdeckt hat, die Stadt besucht haben. Eine Legende will wissen das der heilige Brendan der im 6. Jahrhundert lebte, bereits Amerika entdeckt hatte. Der Genuese in Diensten seiner allerkatholichsten Majestät soll, so ebenfalls die Legende in Galway nach Unterlagen über dessen Reise geforscht haben...



Jedenfalls kann das Nachtleben der Stadt kurzweilig sein... Unzählige Pubs, manche behaupten die Stadt mit dem meisten in Irland, stimmen drauf ein...


Monroe`s Tavern fand ich ansprechend, live Music leckeres Essen, gutes Bier... Und gegenüber, also ein wenig die Dominick Street rein ist Roisin Dubh ein Muss für Livemusic Fans... So, hoffe nun ich konnte euch ein wenig für Galway "das Tor des Westens" begeistern...


Ach so, übernachtet hab ich im Harbour Hotel, empfehlenswert... Gibt aber sicher auch noch andere Möglichkeiten...




Freitag, 14. Oktober 2016

Irland - Tullamore Dew - Whiskey Irisch definiert

Irland ohne Whiskey - undenkbar... Er gehört zur grünsten aller Inseln wie Guiness, Kartoffeln, Steak, Bodhran, Harfe, und, und, und... na welche Klischee´s fallen euch noch ein... Aber der Reihe nach... Etwa auf halber Strecke zwischen Dublin und Galway liegt Tullamore so etwa fünfzehn Autominuten südlich des M6 Motorway. Und damit wären wir dann mitten drin in unserer Geschichte.


Wie gesagt, der Reihe nach... Vieles wird dem heiligen Patrick, dem irischen Nationalheiligen, ja so in die Schuhe geschoben... Fehlende Schlangen,  (Na ja, bis auf die an der Supermarktkasse), die Bekehrung Irlands zum Christentum, und nun -  Also es existieren da durchaus Theorien das er auch für den Whiskey verantwortlich sein soll...

Unstrittig ist, dass so etwa im fünften Jahrhundert, christliche Mönche begannen Irland zu missionieren...


Dass sie dabei ein recht umfangreiches Wissen über alles mögliche, welches nun nicht unbedingt religiösen Charakter haben musste, im Schlepptau hatten... Ist ja nun auch kein Geheimniss... Wird in so manchem Kloster nich auch ein leckeres Bierchen gebraut... ? Nun egal - nein!!! Nicht Egal!!! Gott sei gelobt...(und gepriesen) Jedenfalls wird vermutet das in jener Zeit zwischen Christentum und Heidenreich die ersten klaren Wasser destilliert wurden... Drei Bestandteile braucht es zum Whiskey. Gerste, Hefe, Wasser... und Geduld... 10-12 Jahre sollte der Whiskey schon lagern...


Und nun wieder zu den Bildern... Die zeigen euch in jenem beschaulichen Städtchen Tullamore jenes Gebäude, in dem ein paar Jahrhunderte nach den ersten Mönchen, genau gesagt seit 1829 ein sanfter, milder Tropfen destilliert wird... Denn dafür ist der "Tullamore Dew" unter Kennern bekannt.
Nach einer wechselvollen Geschichte mit unterschiedlichen Inhabern (des Markennamens), ist in den heiligen Hallen heute das "Tullamore Dew Besucher Zentrum" untergebracht.


Da ich auf dem Weg nach Galway bin... und schade PKW und Alkohol geht leider gar nicht... (das ist auch in Irland nicht anders) gibts also nur n Kaffee, der ist aber tadellos...


Empfehlenswert ist das angeschlossene Restaurant, es gibt es einen kleinen Souvenirshop. Selbstverständlich kann man einer Brennereiführung folgen... 


Also diesmal nur ein kleiner Zwischenstop... Aber wenn ich einmal weis, was ich wo finden kann... So und nun weiter nach Galway...